Material für Gespräche über Zivilcourage

Der Aussichtspunkt zu Ehren von Carl Lutz soll uns an sein grossartiges Wirken erinnern: Seine Rettungsaktion war Ausdruck von grösstmöglicher und selbstloser Menschenliebe und Zivilcourage.

Wir nehmen dies zum Anlass, Gespräche und das Nachdenken über Zivilcourage zu fördern: Wie reagiere ich im Angesicht einer humanitären Herausforderung, sei sie gross oder klein?

-> Wie reagiere ich in einer Situation, in der Zivilcourage gefordert wäre? Erkenne ich die Situation? Bin ich fähig konstruktiv zu reagieren?
-> Empfinde ich es als meine Pflicht einzugreifen und vielleicht ein persönliches Risiko einzugehen? Kann ich das?
-> Macht mich fehlende Zivilcourage zu einem Feigling? Oder gibt es vertretbare Gründe nicht zu handeln?
-> Muss ich mit Zivilcourage im Rahmen des Erlaubten bleiben?
-> Ist mehr Zivilcourage gefragt, wenn es um meine Freunde/Bekannten geht, oder ist Zivilcourage eben gerade der Einsatz für Unbekannte?
-> An welchen Massstäben will ich mich messen, will ich gemessen und beurteilt werden?

Solche Fragen - und mögliche Antworten resp. Ansätze - wollen wir, gemeinsam mit allen schweizerischen Bnai Brith-Logen, mit interessierten Personen ausarbeiten und als Materialien für Gespräche und Diskussionsgruppen hier publizieren. Der Carl Lutz-Platz soll ein möglicher Ort für solche Diskussionen werden. Wir würden uns freuen, wenn z.B. Jugendreisen nach Israel künftig den Carl Lutz-Platz in ihr Reiseprogramm aufnehmen und unsere Unterlagen für Diskussionen über Zivilcourage verwenden.

Wir freuen uns auf Hinweise und Anregungen (Email). Erste Unterlagen wollen wir bis Sommer 2018 publizieren.